RIESER CANADA

folgt uns auf unserer Reise durch Kanada......

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Wir laden euch ein, uns hier näher kennen zu lernen. Woher wir kommen, was wir in der Vergangenheit gemacht haben, was wir für die Zukunft planen und wie alles angefangen hat.


Zwei Schweizer Immigranten die seit 1996 in Kanada leben, bereisen das Land in einem Wohnanhänger und mit zwei Katzen
....
lasst uns Euch vorstellen:

Sue
Geboren:

23. November

Aufgewachsen: Spiez, Schweiz
Sternzeichen: Schütze
Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch
Lieblingsgerichte: Mutters Spaghetti und Piccata, Chirsiauflauf
Lieblingsgetränke: Bier, gespritzter Weisswein
Lieblings Filme: Sister Act, Hunt for Red October, Actionfilme basierend auf Tom Clancy Büchern mit
Harrison Ford, Tom Hanks or Sean Connery
Lieblingslieder: Zu viele um sie aufzulisten

 

Die multi-talentierte Sue:

sie schwingt lieber einen Hammer als sich mit einer Nähnadel abzugeben und liebt reisen, Katzen und Hunde, gute Bücher und Ferien in Cuba.

Dagegen kann sie sehr gut auf alles was kreucht und fleucht (Schlangen, Spinnen etc.), früh aufstehen und unhöfliche Leute verzichten.

Andre
Geboren:

1. Februar 1963

Verstorben: 9. August 2014
Aufgewachsen: Liebefeld, Schweiz
Sternzeichen: Wassermann
Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch, Englisch
Lieblingsgerichte: variert, experimental
Lieblingsgetränke: variert, experimental
Lieblingsfilme: Filme? Gebt ihm Food TV und er ist zufrieden!
Lieblingslieder: Französisch und schweizerdeutsche Troubadoure

Die andere Hälfte des Teams ist der offene und umgängliche André:

er ist immer auf der Suche nach etwas Neuem und Aufregendem. Lasst ihn um die nächste Ecke schauen - da könnte etwas zu entdecken sein, das er noch nicht gesehen hat!

Er liebt reisen, kochen und neue Freundschaften schliessen.

Dagegen ändern sich die Dinge, die er nicht mag. Solche können manchmal akzeptabel werden.

Ein neues Leben in Kanada

Eigentlich hatten wir ja nicht geplant, ins Ausland zu ziehen. Aber dann waren wir an der Westküste der USA unterwegs und sahen etlich wunderschöne Grundstücke mit "Zu verkaufen" Schildern und machten uns einen Spass daraus zu sagen "wir sollten das kaufen". Wir wussten nicht, das dieser Witz ein paar Jahre später Realität werden würde.

Es war in 1995 als André eines Abends ein Zeitungsinserat mit nach Hause brachte, in dem eine Ferienhausanlage in Ontario angeboten wurde. Wir beschlossen, dem Verkäufer zu schreiben und mehr Information einzuholen. Von da an ging alles sehr schnell. Ein paar Wochen später, im November, flogen wir nach Kanada um uns das Objekt anzusehen und am 24. Dezember, nach etlichen Diskussionen und ausgiebigem Studium der Buchhaltung sowie allem, was mit dem Leben in Nordontario zu tun hat, liessen wir den Verkäufer wissen, dass wir kaufen wollten unter der Vorausetzung, dass wir Visa für Kanada erhalten würden. Noch in der selben Woche beantragten wir diese bei der kanadischen Botschaft in Paris.

Der erste Brief, den wir von der Botschaft erhielten, enthielt eine Beschreibung des Ablaufes und machte uns darauf aufmerksam, dass es bis zu 18 Monaten gehen konnte, eine Antwort auf unsere Anträge zu erhalten. Eine Antwort, die immer noch ein Nein sein konnte. Wir hatten beschlossen, nun auch unsere Familien über unsere Pläne zu informieren und von nun an auf dem Laufenden zu halten. Um den Schock etwas zu lindern und mit der Annahme, dass das Grundstück bis dahin vielleicht verkauft sein könnte und wir dann doch nicht umziehen würden, schloss Sue Gespräche mit ihren Eltern anfänglich mit "mach die keine Sorgen, Mutter, das wird eh nicht zustande kommen". Aber es kam zustande.

In der Hoffnung den Prozess zu beschleunigen standen wir in konstanter Verbindung mit der Botschaft und unterzogen uns der vertrauenärztlichen Untersuchung sogar bevor dieser Schritt im Prozess erreicht wurde. Trotz unsere Bemühungen waren wir sehr überrascht, als am 10. März 1996 ein eingeschriebener Brief aus Paris ankam. Nach einem Glass Wein, um unsere Nerven zu beruhigen, öffneten wir diesen und fanden unsere Visa.

Der Rest ist Geschichte: wir verkauften unsere Wohnung und Autos, kündigten unsere Stellen und beauftragten eine Umzugsfirma. Am 29. July bestiegen wir einen Flug nach Toronto und begannen die Reise in unsere Zukunft in Kanada.

1996 bis 2011

Und da waren wir: die stolzen Besitzer von Rockview Camp. Fünf Ferienhäuser, Mietboote und alles was sonst noch dazu gehört. In einem neuen Land, neu im Tourismus, neue Sprache und wir kannten gerade zwei Leute, die Verkäufer. Alles war anders als wir es kannten. Von Werkzeugen und Massen für Baumaterial (Fuss und Inches statt Meter und Centimeter) und wie Dinge hier gemacht werden bis hin zum kleinsten Detail wie die Marken und Namen von Putzprodukten. Da gabs nur eines: lernen - und schnell! Dank der Hilfe des Verkäufers haben wir schnell gelernt, das Camp zu betreiben. Mit nur fünf Ferienhäusern war Rockview Camp klein genug es ohne Angestellte zu betreiben. Die Grösse bedingte aber auch, dass wir so viel wie möglich selber machen mussten. Jemanden anzustellen um etwas zu flicken, schneidet massiv in den Gewinn ein, den solch ein kleiner Betrieb erwirtschaften kann und wir mussten uns ja einen Lebensunterhalt verdienen. So lernten wir alles vom Unterhalt von Bootsmotoren zu Dachdecken, Wasserleitungen flicken, einfach allem, was mit dem Unterhalt von Gebäuden zu tun hat. Zudem hatten wir natürlich auch Werbund, Buchführung, Kundenservice und all die anderen administrativen Augaben zu bewältigen. Kurz: wir sahen uns einer massiven Herausforderung gegenüber. So packten wir den Stier bei den Hörnern und bekamen sogar führend in unserer Gegend und unserer Branche, wenn wir über die Jahre mehrmals die Erste waren, die etwas Neues wie zum Beispiel kabellosen Internetanschluss für unsere Gäste einführten.

In all den Jahren haben wir viele tolle Leute kennengelernt. Nachbarn und ander Camp Besitzer von denen uns etliche mit Rat und manche auch mit Tat zur Seite standen. Aber was das Betreiben unseres kleinen Betriebes speziell gemacht hat, waren unsere Gäste. Mit einigen von ihnen haben sich ganz tolle Freundschaften entwickelt und wir haben uns jeweils genau so auf ihre Wiederkehr gefreut, wie sie selbst. Oft war es wie eine Familienzusammenkunft. Wir haben viele gossartige Erinnerungen und diese Freundschaften bleiben auch jetzt nachdem wir das Camp nicht mehr haben, bestehen.

Unser Leben nach dem Camp
Im Oktober 2011 haben wir Rockview Camp verkauft und ein neues Kapitel in unserem Leben begonnen. Sue flog in die Schweiz um Familie zu besuchen und danach genossen wir Ferien in Kuba, unserem bevorzugten Urlaubsziel. Wir haben ein Haus gemietet und uns den Winter Zeit genommen unsere Zukunft zu planen. Wie ihr hier lesen könnt, haben wir uns entschlossen, nach 15 1/2 Jahren endlich selbst etwas von Kanada zu sehen und zu reisen. So lasst uns dieses Abenteuer beginnen und sehen, wass wir in den nächsten Monaten erleben werden.
©2012